Akupunktur

Auf den Punkt gebracht

Seit mehr als 2000 Jahren ist die Akupunktur eine der tragenden Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Bei der Behandlung werden sehr dünne Akupunkturnadeln in ausgewählte Körperpunkte eingestochen.

Diese Punkte liegen auf dem Verlauf von Energieleitbahnen, den sog. Meridianen. Diese Meridiane bilden ein energetisches Netzwerk. Dadurch werden neben den Akupunkturpunkten auch Organe und Körperstrukturen miteinander verbunden, so dass stets eine wechselseitige Beeinflussung untereinander stattfindet.

In der Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin versteht sich ein Symptom nicht nur als Alarmsignal eines einzelnen Körperteils. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass im gesamten Organismus ein Ungleichgewicht herrscht.

Haltung bewahren

Stressige Situationen mobilisieren das gesamte Kommunikations-Netzwerk des Körpers: Gehirn, Nerven, Botenstoffe, Sinnesorgane und Muskulatur. Aus einer anfangs natürlichen Anspannung kann auf Dauer leicht eine generalisierte Muskelverspannung werden.
Einseitige Belastung durch eine sitzende Tätigkeit im Beruf und wenig Bewegung fördern eine monotone Körperhaltung. Normalerweise wehrt sich unser Körper automatisch gegen die Fehlbelastung und verändert die Körperhaltung. Bleibt die Selbstregulation aus, können Kopfschmerzen, Schulter- und Nackenverspannungen die Folge sein.

Körperorgane und Seele bilden eine Einheit

In der ganzheitlichen Sicht der TCM gibt es keine Trennung zwischen Körper, Geist und Seele. Die Organe stehen neben ihren körperlichen Funktionen in einer charakteristischen Beziehung zur Psyche.

  1. Aus chinesischer Sicht sind Milz, Bauchspeicheldrüse und Magen nicht nur für die Verdauung von Speisen und Getränken zuständig, sondern auch für die Verdauung ”geistiger Nahrung”.
  2. Bei anhaltender Stressbelastung ist es besonders die Leber, die unter Druck gerät.
  3. Die Lunge ist ein unentbehrliches Organ für die Atmung und die Aufnahme von Sauerstoff. In der TCM ist sie das Organ für die körpereigene Abwehr. Sie schützt uns vor Infekten und das sowohl im körperlichen, als auch im psychischen Bereich.
  4. Die Nieren sind ein wichtiges Ausscheidungsorgan und symbolisieren Energie, Lebenskraft und Vitalität. Wenn uns sprichwörtlich “etwas an die Nieren geht”, wird die Nierenenergie geschwächt.
  5. Leber und Gallenblase sind, neben ihren bekannten Stoffwechselfunktionen, zuständig für Mut, Power und Dynamik. In der TCM sorgen sie für einen ungehinderten Energiefluss.
  6. Das Herz symbolisiert Lebensfreude, Lust und Kreativität und sorgt für geistige Wachheit.

Akupunktur kann helfen

Ziel der Akupunktur ist das Lösen von Blockaden im Qi-Fluss. Solche Blockaden oder Stauungen im Energiesystem machen sich häufig als Schmerzen bemerkbar.
Hier kann die Akupunktur als alleinige Methode oder in Kombination mit anderen Therapiemaßnahmen eingesetzt werden.